31.07.2015 Etappe S09 Brünig-Hasliberg nach Brienz

Am Freitag, den 31. Juli 2015, wurde der Tag früh begonnen, denn wir, Luca, Leonie, Leon, Irina und Michael, hatten etwas Besonderes vor: Es sollte nach viereinhalb Stunden Autofahrt in die Schweiz auf die gut 10 Kilometer lange Etappe des Jakobswegs zwischen Brünig-Hasliberg und Brienz gehen. Um das Unternehmen zu einem Erlebnis für alle zu machen, haben wir es gut vorbereitet. Um nach der Wanderung etwas Ruhe geniessen zu können, wurde eine Jugendherberge in Brienz gebucht, Bahnverbindungen ermittelt, damit das Auto wieder geholt werden kann und natürlich auch nach Geocaches geschaut, die sich auf unserem Weg versteckt halten. Aber von vorn:

Um kurz vor sieben ging die Fahrt in die Schweiz los. Nach einer Stunde der erste Schreckmoment: Die Roller für die Kleinen sind vergessen worden. Erste Überzeugungskünste waren nötig, um diesen Fehler den beiden als harmlos zu verkaufen („…auf den Feldwegen könnt ihr eh nicht fahren…“). Nachdem das geschafft war und auch die ersten Beschwerden über die Fahrtdauer von der hinteren Bank gekontert waren, wurden wir mit sehr schönen Landschaftsanblicken belohnt.

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In Brünig-Hasliberg angekommen wurden wir mit Problemen konfrontiert, die wir nicht auf der Rechnung hatten: Wo stellt man in einem Dorf, das von Bergen „eingeklemmt“ ist und gerade Platz für einen Gehweg hat, das Auto ab? Parkplätze könnte man hier zu Höchstpreisen vermieten! Also sind wir etwas ausserhalb an einen Wald gefahren, wo auch schon andere Autos standen. Nun sollte es wirklich losgehen. Um ca. 13 Uhr konnten wir unsere Etappe starten. Frohen Mutes packten wir unsere Sachen und gingen zum Startpunkt, um erste Fotos zu machen.

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Die ersten Meter ging es noch bergauf, um an den höchsten Punkt der Etappe bei 1080m zu kommen. Dies ging eigentlich recht zügig, forderte aber auch Opfer:

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Beschwerden wurden bereits nach dieser ersten halben Stunde laut: Über die doppelte Länge wie letztes Mal, den fehlenden Grillplatz am Ende und somit auch kein Bedienungsservice, den Luca für alle machen kann. Nach einer kurzen „Intensiv-Versorgung“ mit Müsli-Riegel und Getränken waren aber alle wieder kräftig dabei:

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Während des Aufstiegs freuten wir uns alle darauf, dass es danach nur noch bergab gehen sollte. Wenn wir gewusst hätten, wie sehr bergab es geht… Aber zunächst waren alle froh, oben zu sein.

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Nach erfolgter Pause sollte es an den Abstieg gehen, bei dem wir immer wieder erinnert wurden, dass es gut war, dass wir die Roller vergessen haben. Der Weg führte auf dem gefühlt direkten Weg steil den Berg hinab durch den Wald. Die Bäume hatten keine Möglichkeit mit ihren Wurzeln in den Fels einzudringen, somit blieben sie an der Oberfläche und waren mal Stolperfallen, mal willkommene Treppen. Und wieder waren wir dankbar, die Roller vergessen zu haben…

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Nachdem der Wald durchquert war, haben wir auch wieder erste Spuren der Zivilisation und somit auch befestigte Wege vorgefunden, was wir als sehr willkommen empfanden. Aber die An- und Ausblicke auf dem bisherigen Stück waren einzigartig:

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In Brienzwiler, dem ersten Dorf auf unserer Strecke, gab es neben unserem ersten Pilgerstempel in einer schönen Holzkirche auch eine Pilgerherberge. Dort wurden wir sehr nett empfangen und mit Gebäck und Getränken versorgt.

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Unsere Gastgeber während der kurzen Pause:

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Nach der Stärkung und einer netten Unterhaltung setzten wir unsere Wanderung fort.

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Auf unserem weiteren Weg zum Brienzersee, den wir schon seit einiger Zeit von weitem erblicken konnten, waren die Vorbereitungen zum Schweizer Nationalfeiertag am 01. August nicht zu übersehen.

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Schließlich waren wir in Brienz angekommen. Unser Weg führte aber noch am See entlang in die Ortsmitte. Dieses Stück war zum Abschluss sehr angenehm, es gab keine Steigung oder Gefälle, der Uferweg war befestigt und die Aussicht einmalig.

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Zum Abschluss nach ca. 6,5 Stunden Wanderung holten wir uns noch den zweiten Pilgerstempel in der Dorfkirche ab.

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Nach dem wohlverdienten Abendessen suchten wir die Jugendherberge auf. Dort angekommen waren alle froh über ihr Bett.

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Am nächsten Tag wurde gut gefrühstückt, um anschließend die Rückreise anzutreten. Jedoch nicht ohne noch ein letztes Foto dieser herrlichen Gegend zu machen.

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Es war für alle ein tolles Erlebnis (Zitat Leonie während der Wanderung: „Das ist voll cool hier!“), wir durften viele tolle Eindrücke sammeln und das schöne Wetter genießen. Es war mal ein anderer Familienausflug und eine Erfahrung, die keiner von uns missen möchte. Okay, vielleicht Luca…

Irina Steinbrecht und Michael Häseler

 

2 Kommentare zu “31.07.2015 Etappe S09 Brünig-Hasliberg nach Brienz

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