07. – 10.10.2015 Breitbandberatung auf dem Jakobsweg

07.10.2015: Alpthal – Brunnen (Urkanton Schwyz)
08.10.2015: Brunnen – Stans (Kanton Nidwalden)
09.10.2015: Stans – Sankt Niklausen (Kanton Nidwalden/Obwalden)

Tag 1
Nach langer und ausführlicher Vorbereitung startete am 07. Oktober 2015 unser Projekt, „Breitbandberatung auf dem Jakobsweg“.
Fünf Pilger wagten als Vorhut den Weg in die Schweiz. Die erste Etappe, welche gleich die erste Herausforderung für uns vorgesehen hatte, starteten wir ab Alpthal auf 990 m ü.M. Bei Regen, schwerem Gelände und einem Anstieg von 422 m auf einer Distanz von 4,5 km, kamen wir das erste Mal ins Schwitzen. Leider verbarg sich der erhoffte Ausblick hinter einer dichten Nebelbank und ließ Raum für Spekulationen, doch unserer Laune tat das keinen Abklang. Erschöpft, aber glücklich, erreichten wir auf 1414 m ü.M. den höchsten Punkt am Jakobsweg durch die Schweiz und wurden mit dem ersten Stempel belohnt. Darauf folgte der ca. 1000 m steile Abstieg, meist durch Wälder und bei Regen. Nachdem wir den Wald verlassen hatten, wurden wir für unsere Anstrengungen mit einem wunderschönen Blick auf Schwyz belohnt. Hier wartete der zweite Stempel unserer ersten Etappe auf uns.
In Brunnen wurden wir in unserem Nachtlager, „Schlafen im Stroh“ bei Familie Bucheli, herzlichst willkommen geheißen. Der Bauernhof erweckte unsere Entdeckerlust (Kälbchen und Katzen streicheln, Kickern oder einfach nur Tee trinken).
Bei leckeren Aelplermagronen mit Apfelmus (Gericht aus Makkaroni, Kartoffeln mit Rahm, Käse und Zwiebeln) und einem Bierchen ließen wir es uns gutgehen. Gegen 23 Uhr tauchte die Nachhut auf und staunte nicht schlecht über unsere spärliche, doch gemütliche, Unterkunft. Nach kurzem Austausch über die Eindrücke vom Tag wurden die Schlafsäcke ausgebreitet und jeder hat sein Nachtlager eingenommen. Trotz Kälte und merkwürdigen Geräuschen, hat jeder irgendwann in den Schlaf gefunden.
Jetzt sind wir eine Erfahrung reicher!!

Profil_Tag_1

Profil_Tag_1


Zurückgelegte Distanz: 14,5 km

Abbildung-1_Steiler-Anstieg-zu-Beginn-der-Etappe

Abbildung-1_Steiler-Anstieg-zu-Beginn-der-Etappe

Abbildung-2_Überquerung-von-reißenden-Gewässern

Abbildung-2_Überquerung-von-reißenden-Gewässern

Abbildung_3_Kurze-Erholungspause

Abbildung_3_Kurze-Erholungspause

bbildung-4_Abstieg-bei-Regen-und-Nebel

Abbildung-4_Abstieg-bei-Regen-und-Nebel

Abbildung-5_Wunderschöner-Blick-auf-Schwyz

Abbildung-5_Wunderschöner-Blick-auf-Schwyz

Abbildung-6_Panoramafoto-über-Schwyz

Abbildung-6_Panoramafoto-über-Schwyz

Abbildung-7_Schlafen-im-Stroh-unser-Nachtlager

Abbildung-7_Schlafen-im-Stroh-unser-Nachtlager

bbildung-8_Leckeres-Abendessen-Aelplermagronen-mit-Apfelmus

Abbildung-8_Leckeres-Abendessen-Aelplermagronen-mit-Apfelmus

Tag 2
Breitbandberatung auf dem Jakobsweg – Jäger der spärlichen Stempel
08.10.2015: Brunnen – Stans (Kanton Nidwalden, Schweiz)

Teilnehmer:

09_Eckdaten

09_Eckdaten


Patrick Burger
Nadine Götz
Haiko Höhner
Manuel Hommel
Viktor Lebuku Makasila
Bastian Ludwig
Alexander Schmid
Claudia Stammermann

Und weiter geht die Pilgerreise
Für den 2. Tag unserer Tour haben die Untermalung mit Naturgeräuschen wie Dauerleuten der Kirchenglocken, Warmlaufen eines Traktors in direkter Nachbarschaft zur Scheune und dem entspannenden Bimmeln der Kuhglocken über die Nacht hinweg für eine angemessene Einstellung beigetragen. Mit Unterstützung der Temperatur in der ungeheizten Scheune gelang ein frischer Start aus dem Strohlager in den Tag. Nach einem tatsächlich ausgezeichneten Frühstück in der bäuerlichen Umgebung begann die Tagesetappe kurz vor 9 Uhr mit einem kleinen Marsch zum nahe gelegenen Hafen in Brunnen. Die Fähre brachte uns auf die andere Seite des Vierwaldstätter Sees bis zum Anleger in Treib. Ab dort ging es fortan zu Fuß weiter – stetig bergauf. Gestartet auf Asphalt bei 433 m über NN, später über Wiesenwege bis hin zu geschotterten und mit Laub bedeckten Pfaden führte unser Weg bis auf ca. 809 m über NN kurz vor Emmetten. Hier war der höchste Punkt unserer heutigen Etappe erreicht. Meist asphaltiert führte der weitere Weg von Emmetten über Beckenried und Buochs bis in den Ort Oberdorf. In dem Teilort kurz vor Stans war eines der Fahrzeuge deponiert. Danach folgten Gepäcktransport und Autoversatz an das morgige Ziel. Einen Ausklang in der großen Runde hatten wir in einer Pizzeria in Stans mit der Schweiz-typischen Preisgestaltung. Danach trennten sich die Wege. Der größere Teil der Gruppe trat zu fortgeschrittener Stunde die Heimreise an. Für den Rest folgte mit der Unterkunft in Stans – angepriesen als „Schlafen im Bergheu“ – ein unerwartet komfortabler Schlafplatz mit Vollausstattung und herrlich frischgezapftem Bier.
Stempel für den Pilgerpass waren an diesem Tag mit spartanischer Reichhaltigkeit gesegnet. Von Regen blieben wir glücklicherweise verschont, die Sonne zeigte sich uns konsequent jeweils am gegenüberliegenden Ufer des Vierwaldstätter Sees.
Alles in allem ein gelungener Tag, der mit der gewählten Etappe ein paar Strapazen bereitgehalten hatte und mit etlichen Panoramen rund um den Vierwaldstätter See wieder zu versöhnen wusste.
Zurückgelegte Distanz: ca. 22,2 km

Impressionen:

11_Abbildung 1_Fahrt zum Anleger Treib

11_Abbildung 1_Fahrt zum Anleger Treib

11_Abbildung 2_Anstieg in Richtung Emmstetten

11_Abbildung 2_Anstieg in Richtung Emmstetten

12_Abbildung 3_Blick auf den Vierwaldstetter See

12_Abbildung 3_Blick auf den Vierwaldstetter See

13_Abbildung 4_Vor der Ridli-Kapelle in Beckenried

13_Abbildung 4_Vor der Ridli-Kapelle in Beckenried

14_Abbildung 5_Kuh

14_Abbildung 5_Kuh

Tag 3
Breitbandberatung auf dem Jakobsweg
09.10.2015: Stans – Sankt Niklausen (Kanton Nidwalden/Obwalden)

Schlafen im Stroh vs. Schlafen im Heu, der Unterschied liegt im Staubgehalt. Nach einer angenehmen Nacht, welche von nachtaktiven Tieren, die ebenfalls das Heu für sich entdeckt hatten, begleitet wurde, startete der Tag mit einer noch angenehmeren, warmen Dusche und reichhaltigem Frühstück. Wir – die drei ? – starteten die letzte Etappe um kurz nach 9. Der befürchtete Umweg durch Stans, um wieder auf den Jakobsweg zu kommen, blieb zum Glück aus. Wir verließen Stans in südwestliche Richtung. Eine mehr oder weniger leichte Steigung konnte uns nach den ersten beiden Etappen nichts mehr anhaben. Bis auf eine kleine Verwirrung war der Weg sehr gut ausgeschildert. Es wechselten waldige Strecken mit Kuhwiesen und kleinen Örtchen ab, die wir passierten. Jedoch lernten wir auch, dass ein Schild mit der Angabe „5 Minuten bis zur Kapelle“ auf der Jagd nach Stempeln stimmt, solange man mit dem Schild geht. Auf dem Weg von der Kapelle zurück zu dem Abzweig können 5 Minuten deutlich überschritten werden, was den zurückgelegten Höhenmetern in bergiger Umgebung zu verdanken ist. Dieses steht aber nicht auf dem Schild. Der letzte Teil der letzten Etappe wurde landschaftlich nochmal sehr schön. Vereinzelte, kleine Pilgerstätten luden zum Verweilen ein. Kaffee und ein kleiner Snack standen bereit, eine Bewirtung oder sonstiges Personal war jedoch nicht zu sehen. Alles beruht auf gegenseitigem Vertrauen. Das absolute, im wahrsten Sinne des Wortes, „Highlight“ der Etappe, die Sonne welche wir den Tag zuvor nur aus der Ferne betrachten konnten, hatten wir eingeholt. Wir konnten unsere Jacken ablegen und wanderten im T-Shirt durch malerische Herbstlandschaften und genossen die satten Farben.
Glücklich und gar nicht so erschöpft erreichten wir unser Ziel St. Niklausen gegen 15 Uhr. Wir genossen einen letzten Kaffee und machten uns glücklich und zufrieden und mit vielen schönen Eindrücken auf die Rückfahrt.

15_Abbildung 1_Heu in der Kiste – Schlafen im Heu

15_Abbildung 1_Heu in der Kiste – Schlafen im Heu

16_Abbildung 2_Blick über Stans beim Start der letzten Etappe

16_Abbildung 2_Blick über Stans beim Start der letzten Etappe

17_Abbildung 3_Bergidylle

17_Abbildung 3_Bergidylle

18_Abbildung 4_Schmale Wege zwischen Kuhwiesen

18_Abbildung 4_Schmale Wege zwischen Kuhwiesen

19_Abbildung 5_SSSSOOOOONNNNNNNNNNNEEEEEE

19_Abbildung 5_SSSSOOOOONNNNNNNNNNNEEEEEE

20_Abbildung 6_Unglaubliche Herbstfarben leuchten in der Sonne

20_Abbildung 6_Unglaubliche Herbstfarben leuchten in der Sonne

Ein Kommentar zu “07. – 10.10.2015 Breitbandberatung auf dem Jakobsweg

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